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Tradition, Symbolik, Brauchtum und Trends

Tradition der Hochzeitstorte

Die Tradition der Hochzeitstorte reicht bis ins antike Rom zurück, zur "Confarreatio" - dem gemeinsamen Kuchenessen. Zum Hochzeitsfest wurde ein Mandelkuchen gebacken, den man über dem Kopf der Braut zerbrach. Die Hochzeitgäste sammelten die Krümel vom Boden und assen sie, was Glück und Gesundheit versprach.

Die Idee eine mehrstöckige Torte zur Hochzeit zu backen, kommt aus England. Eine grosse Hochzeitstorte war Ausdruck von hohem Ansehen des Brautpaares. Die Gäste brachten zur Feier Kuchen und Torten, die aufeinander gestapelt die typische Form der Hochzeitstorte ergaben. Der typische, deftige "English Cake" wurde mit Weinbeeren und in Rum eingelegten Früchten als Hochzeitstorte gebacken. Eine dicke Glasur aus Marzipan und Zucker machte den Kuchen lange haltbar, denn damals war es Tradition, den Kuchen erst bei der Geburt des ersten Kindes anzuschneiden. Glücklicherweise gilt diese Tradition heute nicht mehr.

So entwickelte sich die Hochzeitstorte allmählich zu einem Kunstwerk par Excellence.


Symbolik und Brauchtum

Die fünf Etagen der Hochzeitstorte symbolisieren den Lebenszyklus: Geburt, Jugend, Heirat, Familienleben mit Kindern und Tod.

Symbolträchtige Zutaten: Der englische "Wedding Cake" hat meist drei Stufen: die oberste Lage besteht aus Zucker (als Zeichen für die süsse Liebe), die zweite Lage aus Marzipan (ein Symbol für den Brautstand) und die dritte Lage ist ein Früchtekuchen (als Symbol für die Ehe - süss und nahrhaft und manchmal ein bisschen schwer verdaulich).

Die traditionelle Hochzeitstorte ist weiss, mit Zuckerrosen dekoriert. Weiss steht für die Reinheit, die Rosen für die Liebe ohne Dornen. Marzipan ist immer noch sehr beliebt für Hochzeitstorten, wobei sich auch hier wieder eine Symbolik dahinter versteckt. Marzipan besteht aus (bitteren) Mandeln und (süssem) Zucker und symbolisiert damit die guten und die schlechten Zeiten, die dem Ehepaar bevorstehen.


Der traditionelle Kuss über der Torte verspricht einen reichen Kindersegen. Dabei hat das Paar darauf zu achten, dass die Torte weder berührt oder gar umgestossen wird. Selbstverständlich wird das erste Tortenstück dem Paar zuteil, das sich gegenseitig mit kleinen Bissen füttert - ein Zeichen für die gemeinsam Fürsorge.

In England und den USA gibt man üblicherweise jedem Gast ein Stück Torte mit nach Hause.

 

Trends der Hochzeitstorte

Mehrstöckige fruchtig-leichte Torten in verschiedenen Geschmacksrichtungen sowie Vacherin-Glace-Torten liegen vorallem im Trend. Bei der Gestaltung sind der Fantasie kaum Grenzen gesetzt. Die Torte kann ein- oder mehrstöckig, rund, eckig, herzförmig sein. Zudem werden die Torten immer kreativer dekoriert, etwa mit frischen Blumen. Tortenfiguren und Verzierungen sollten zu dem speziellen Hochzeitsthema passen, einem Hobby des Brautpaares gewidmet sein oder es kann ein Stickmuster im Brautkleid aufnehmen. Heutzutage ist es dank essbarem Zuckerpapier auch möglich, ein Foto des Hochzeitspaares auf die Torte zu "drucken". 

Wichtig ist, dass für die Präsentation der Hochzeitstorte eine kleine Inszenierung stattfindet. Geeignet sind dazu Wunderkerzen, die auf die Torte gesteckt werden. Es muss aber zunächst abgeklärt werden, ob dies im Saal erlaubt ist. Als Alternative kann man auch Rechaud-Kerzen verwenden.

 

 
     
   

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