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Bräuche im Ausland

Hochzeit in anderen Kulturen

Unterschiedliche Länder - unterschiedliche Kulturen - unterschiedliche Bräuche.

Spannend, welche Hochzeitsbräuche die Welt kennt.

Wenn jemand in Brasilien sagt "Heute gehen wir Truthahn essen", kann man davon ausgehen, dass er damit eigentlich meint, zu einer Hochzeit eingeladen zu sein. Dies ist nähmlich die traditionelle Mahlzeit, die an diesem Festtag serviert wird. Auch das Trinken wird nicht vernachlässigt. Vor allem am Junggesellinen-Abend. Grosses Rätselraten: Jede Frau bringt der zukünftigen Braut ein kleines Geschenk mit. Die Beschenkte darf nur auspacken, wenn sie herausfindet, was sich unter dem Papier verbirgt. Sie hat drei Versuche. Für jedes falsch erratene Geschenk muss die Braut ein Kleidungsstück ausziehen und einen Schluck aus der Schnapsflache zu sich nehmen.

In Bulgarien ist Rot die Hochzeitsfarbe, die Braut wird "bulka" genannt, was "Klatschmohn" bedeutet. Daher wird der Ort der Feier mit roten Girlanden geschmückt.

Ein beliebter Brauch in Deutschland ist das zünftige Baumstammsägen, das traditionell nach der offiziellen Trauung in Angriff genommen wird. Freunde und Verwandte schaffen ein dickes Holzstück vor das Standesamt oder die Kirche, das von den Frischvermählten gemeinsam zersägt wird. Dieser Akt symbolisiert, dass das Brautpaar von an alle Hindernisse zusammen meistern wird.

In England gibt es einen alten Reim: "Something old, something new, something borrowed, something blue, a silver sixpence in your shoe". Hierbei handelt es sich um einen schöne Brauch, der Vergangenheit und Zukunft miteinander verbindet - und aus Grossbritanien stammt. Die Braut soll sich an ihrem grossen Tag mit etwas Altem, etwas Neuem, etwas Geliehenem und etwas Blauem schmücken. Und eine Silbermünze im Schuh tragen. Das "Alte" steht dabei für den Lebensabschnitt der Braut als ledige Frau - hier kann sie zum Beispiel ein Schmuckstück ihrer Mutter wählen. Das Neue, meistens der Ehering, symbolisiert ihre Zukunft als Ehefrau. Das Accessoire, welches sich die Braut von einer glücklich verheirateten Person - zumeist einer Freundin - leiht, soll dazu beitragen, dass auch ihre Ehe gelingt. Etwas Blaues - etwa ein Strumpfband oder ein Taschentuch - dient als Sinnbild der Treue. Und zu guter Letzt steht die Münze für Wohlstand und Glück. So gut ausgestattet, kann doch eigentlich gar nichts mehr schiefgehen, oder?  

In Frankreich im Land der Liebe geht es ziemlich gewagt zu. Beim so genannten Rocklüften haben beide Geschlechter ihren Spass. Alle männlichen Hochzeitsgäste bieten einen bestimmten Betrag für jeden Zentimeter, den der Saum des Brautkleides höher rutscht - in der Hoffnung einen Blick auf das Strumpfband zu erhaschen. Die Damen bieten natürlich dagegen - sie möchten, dass das Objekt der Begierde züchtig bleibt. So gibt ein Wort das andere. Am Ende kommt das Strumpfband doch zum Vorschein und wird dem Meistbietenden überreicht.  

Bei den Griechen schneiden sich Braut und Bräutigam am Tag der Hochzeit eine Locke ab, die sie den Göttern weihen, die Neuvermählte in ihren besonderen Schutz nehmen: Zeus, Hera und Artemis.

 
     
   

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