Der Pfarrer/die Pfarrerin Nehmen Sie frühzeitig (ca. 6 Monate vor dem Fest) Kontakt auf mit dem für Sie zuständigen Pfarramt, auch wenn Sie planen, auswärts zu heiraten. Wenn Sie bisher noch keinen Kontakt zu den Pfarrerinnen und Pfarrern Ihres Wohnorts hatten, bietet eine kirchliche Trauung eine gute Gelegenheit, eine solche persönliche Beziehung aufzubauen. Die Seelsorgerinnen und Seelsorger nehmen sich gerne Zeit dafür. Eine kirchliche Trauung in der Wohngemeinde ist für Kirchenmitglieder kostenlos.
Die Hochzeitskirche Falls Sie in eine Hochzeitskirche gehen möchten, die ausserhalb Ihrer Kirchgemeinde liegt, müssen Sie sich rechtzeitig darum kümmern - gewisse beliebte Hochzeitskirchen sind oft über Monate und Jahre ausgebucht. Zudem sollten Sie beachten:
- Wenn Sie "auswärts" heiraten, müssen Sie sich in der Regel an den Spesen für Kirche, Sigrist, Organistin u.a. beteiligen - haben Sie nicht unbedingt Anspruch auf eine Person, die Ihre Hochzeitsfeier gestaltet und leitet.
Selbstverständlich können Sie eine Pfarrerin/einen Pfarrer Ihrer Wahl anfragen. Wenn Ihre Hochzeitskirche nicht allzu abgelegen ist, werden Sie diese Pfarrperson auch finden.
Kirchliche Trauung ausserhalb von Kirchenräumen Die Schwierigkeiten der Pfarrersuche verstärken sich in der Regel, wenn Sie sich eine kirchliche Hochzeit ausserhalb einer Kirche wünschen. In der reformierten und in der katholische Kirche ist dies grundsätzlich möglich. Es steht Ihnen auch in diesem Fall frei, einen Pfarrer/eine Pfarrerin Ihrer Wahl anzufragen, ob er oder sie bereit sei, mit Ihnen diesen Gottesdienst zu feiern. Die Antwort wird aber unter anderem davon abhängen, ob die Pfarrperson in Ihren Hochzeitsvorstellungen Aspekte einer kirchlichen Trauung (Bitte um Gottes Segen für das Brautpaar, etc.) wiedererkennt oder nicht. Auch Trauungen ausserhalb der Kirchenmauern müssen nämlich laut Kirchenordnung "in einem würdigen, gottesdienstlichen Rahmen stattfinden."
Das Traugespräch, Vorbereitung des Gottesdienstes Damit das Traugespräch mehr als eine Routineübung wird und auf alle Fälle auch zur Sprache kommt, was Ihnen besonders wichtig ist, sollten Sie sich vorher ein paar Gedanken machen.
Sinn Ihrer kirchlichen Trauung
Warum möchten Sie in der Kirche heiraten? Was erwarten Sie davon?
Ihr Trauversprechen
Was möchten Sie einander in der Kirche versprechen? Möchten Sie auf die Frage "Willst du ..." mit einfachem "Ja, mit Gottes Hilfe" antworten, oder möchten Sie selber formulieren, dass Sie sich während des ganzen Lebens lieben und achten und einander die Treue halten wollen? Möchten Sie das Versprechen mit einer Symbolhandlung begleiten, zum Beispiel Ringe anstecken, Kerzen anzünden, ein Band schlingen usw.?
Mitwirkende
In der Regel besteht die Festgemeinde aus Gästen, die von Ihnen eingeladen worden sind. Es ist sehr schön, wenn Menschen aus dieser Festgemeinde, die Ihnen nahe stehen, im Gottesdienst mitwirken. Zum Beispiel für eine Schriftlesung, ein Gebet, ein kurzes Grusswort, ein Lied, einen Segen usw. Überlegen Sie sich gemeinsam mit der Pfarrerin/dem Pfarrer ein mögliches Einbeziehen von Freunden und Verwandten im Gottesdienst.
Schriftlesung und Lieder
An Ihrem grossen Fest möchte der Pfarrer/die Pfarrerin Lieder und Bibelstellen berücksichtigen, die Sie mit ihm/ihr zusammen auswählen, weil sie Ihnen viel bedeuten. Besprechen Sie miteinander, ob es solche gibt (z.B. Firm- oder Konfirmandenspruch, Taufspruch ...).
Musik
Normalerweise wirkt ein Organist oder eine Organistin am Traugottesdienst mit. Klären Sie ab, wer dafür zuständig ist. Falls Sie weitere Lied- oder Musikbeiträge vorsehen, ist der Pfarrer/die Pfarrerin für die diesbezüglichen Angaben und Adressen dankbar, damit er/sie die Feier entsprechen planen kann.
Kollekte
Falls Sie mit einem Werk verbunden sind, das auf Spenden angewiesen ist, können Sie den Zweck der Kollekte mit Ihrem Pfarrer/Ihrer Pfarrerin zusammen bestimmen. Viele "Hochzeitskirchen" haben allerdings einen Traukollektenzweck vorgeschrieben.
Bild- und Tonaufnahmen
Jede Person, die sich im Gottesdienstraum bewegt, zieht unweigerlich die Aufmerksamkeit der Gemeinde auf sich. Weisen Sie deshalb Ihre Gäste an, während der Feier störendes Filmen und Fotografieren zu unterlassen. Tonaufnahmen sind meistens unauffällig und damit problemlos, müssen aber mit dem Pfarrer/der Pfarrerin abgesprochen werden.
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